Aus aktuellem Anlaß:
Die Mare vom großen Pferd
Wie schon so oft geschrieben, kursieren unglaublich viele Halbwahrheiten über die Knabstrupperpferde.
Am vergangenen Wochenende wurde wieder eine Halbwahrheit mit der Inbrunst der Überzeugung in die Welt posaunt und die geht so:
Schon vor mehreren hundert Jahren gab es einen Knabstrupper/Frederiksborger Hengst, der 1,67 m groß war.
Deshalb wäre eine maximal Größe für Knabstrupper hinfällig.
Richtigstellung:
Leider wurde nicht mit überliefert, ob dieses Maß ein Band- oder Stockmaß war. Viele Maße der damaligen Zeit (und der beschriebenen Hengste) waren Bandmaße. Diese Methode ein Pferd zu messen war damals sehr sehr weit verbreitet, viel verbreiteter als heute. Sollte das Maß ein Bandmaß sein, so sind bei der Umrechnung zum Stockmaß 10 cm abzuziehen (12 cm bei rumpfigen Pferden). Damit ist der „Ausnahme Hengst“ mit 1,55 – 1,57 m plötzlich genau in unserem abgesteckten Maß.
Darüber hinaus haben wir die Größe wegen der positiven Reiteigenschaften ausgesucht. Wir werden zwar von historischen Quellen bestätigt, jedoch ist das kein alleiniges Kriterium.
Ähnliche oder verwandte Rassen haben die selben Größeneinteilungen und nicht zuletzt je reiner ein Knabstrupper wird desto wahrscheinlicher ist, dass er in dieses Maß passt.
Werpeloh, den 28.04.2008
Dipl.-Ing. Thomas E.G. Hackmann
Der verloren geglaubte Schatz!
Beim stöbern durch die Unterlagen und Belege der letzten Jahrzehnte ist mir eher zufällig die Festschrift zum 25-jährigen bestehender Knabstrupperforeningen for Danmark in die Hände gefallen.
Neben vielen interessanten Dingen waren dort auch verschiedene Hengstlinien aufgeführt bis zu dem damals (1996) aktuellsten Stand. Die Linien wurden penibel aufgeführt und dargestellt. Jedoch nur soweit diese Pferde in den dänischen Zuchtbüchern vorhanden bzw. eingetragen waren.
Leider wurden viele überwiegend sehr reine Zuchtlinien komplett herausgelassen. Weil sie ins Ausland (vornehmlich Deutschland) verkauft wurden. Ganze Dynastien Knabstrupperhengste bester Abstammungen fehlten in dieser Zusammenfassung. So kann diese Basis höchstens eine Arbeitsgrundlage sein.
Für die dänische Knabstrupperforeningen kann es in Zukunft doch nur heißen: Den genetischen Knabstrupperschatz in Deutschland zu bergen.
Werpeloh, den 25.10.2007
Dipl.-Ing. Thomas E.G. Hackmann
Zerstörung ohne Ende?!
Nachdem nun in letzter Zeit wieder soviel über verkreuzte Knabstrupper geschrieben und die Mischprodukte als der „Renner“ dargestellt wurden, nehme ich das zum Anlass wieder etwas zu diesem Thema zu schreiben:
Die Argumentation groß gleich gut kann ich nicht teilen und das möchte ich nur kurz darstellen.
Einige werden mich kennen, ich bin Dipl-Ing. LA und 1,97m groß. Angenommen ich bin einer der viel zitierten Käufer, die den „Markt“ im Pferdesektor ausmachen.
Ich gehen auf einen Pferdezüchter zu und möchte von diesem ein Pferd kaufen für mich. Es soll geeignet sein für Freizeitreiterei, gelegentlich Tuniere und was sonst noch so anfällt.
Ich möchte nicht, dass meine Beine unter dem Pferd zu sehen sind.
Aber es soll ein Shetland-Pony sein, weil ich diese Pferde so schön knuffig finde!
Also die Aufgabe ist gestellt: Shetlands in 1,70 m Größe.
Ich hoffe, das mit diesem kleinen Beispiel zeigen kann wie absurd manche Züchter argumentieren. Mit dem Einkreuzen fremder Rassen verliert man die wichtigsten Eigenschaften. Leider ist das bei der Knabstrupperzucht nicht so offensichtlich wie bei dem Beispiel nur der Verlust ist ebenso immens.
Durch solche Dummheit wird eine Jahrhunderte alte Rasse in der Existenz gefährdet.
Thomas E.G. Hackmann















